Monatsarchiv Februar 2017

Job Crafting

Was ist Job Crafting?

Job Crafting = aktives Gestalten des eigenen Arbeitsplatzes. Beim Job Crafting geht es darum, das Tätigkeitsfeld für den Mitarbeiter so umzugestalten, dass der Mitarbeiter motiviert ist und seine Tätigkeit einen positiven Einfluss auf das Unternehmen hat – persönliche Ziele des Mitarbeiters, sollen mit den Unternehmenszielen in Einklang gebracht werden.

Business Coaching und Job Crafting

Wenn Mitarbeiter in einem Unternehmen unmotiviert sind, sich gegen Veränderungen sträuben, immer wieder die gleichen Fehler machen oder immer über bestimmte Aufgaben jammern, sollte die Führungskraft sich über Job Crafting Gedanken machen. Denn strikt designte Arbeitsplätze führen dazu, dass Mitarbeiter sich eingeengt fühlen – sie werden unzufrieden und unmotiviert. Mitarbeiter haben in solchen Situationen ein starkes Bedürfnis den aktuellen Job so umzugestalten, dass er besser zu den eigenen Zielen, Stärken und Vorlieben passt.

Jane Dutton, Amy Wrzesniewski und Justin Berg von der Ross School of Business in Michigan U.S.A, haben sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Job Crafting passiert – egal ob die Führungskraft das befürwortet oder nicht. Nehmen wir als Beispiel Martin B. Er ist eigentlich Softwareentwickler. Trotzdem übernimmt er in anderen Abteilungen die Aufgaben eines Trainers, indem er Kollegen auf die neue Software einschult. Diese Aufgabe fällt eigentlich nicht in seinen Tätigkeitsbereich. Aber Martin B. hat seinen eigentlichen Job so umgestaltet, dass er seine Leidenschaft (netzwerken) mit seiner Stärke (Wissensvermittlung) verbinden kann. Dadurch gewinnt sein Job für ihn an Sinnhaftigkeit und er geht motiviert seiner Tätigkeit nach.

Laut Dutton, Wrzesniewski und Berg gibt es drei Arten wie Job Crafting in der Praxis vorkommt:

  1. Grenzverschiebung Job Crafter: Sie erweitern ihren Aufgabenbereich oder Grenzen ihn ein weil sie genau wissen, was sie gerne machen und was nicht. Sie sind auch danach bestrebt kreative Tools und Arbeitshilfen zu entwickeln, um ihre Leistung zu steigern oder unliebsame Tätigkeiten zu reduzieren.
  2. Interaktion mit anderen Mitarbeitern Job Crafter: Sie versuchen in ihren Arbeitsalltag mehr Interaktion mit anderen Menschen einfließen zu lassen.
  3. Sinn Job Crafter: Sie schreiben ihrer Arbeit einen Sinn zu – zB ein Mitarbeiter in einer Versicherung der den Sinn in seiner Arbeit sieht, anderen Menschen helfen zu können.

Selbständiges Job Crafting von Mitarbeitern kann jedoch auch dazu führen, dass der Mitarbeiter zwar motiviert ist und sich seine Leistungen verbessern, sich seine Entwicklung aber negativ auf die Interessen des Unternehmens auswirken. Eine Führungskraft sollte Job Crafting zwar befürworten aber dem Mitarbeiter kommunizieren, welchen Handlungsspielraum er ihm dafür zur Verfügung stellt. Mitarbeiter die sich mit dem Unternehmen identifizieren können werden beim Job Crafting jedoch darauf achten, dass nicht nur ihre eigenen Bedürfnisse, sondern auch die Interessen des Unternehmens befriedigt werden.

Wie unterstützt Business Coaching beim Job Crafting?

Business Coaching hilft dabei, dem Mitarbeiter seine Stärken und Potenziale bewusst zu machen. Gemeinsam mit dem Coach findet der Mitarbeiter einen Weg, sein Tätigkeitsfeld zu erweitern/verändern, damit er wieder Freude an seiner Arbeit hat und auch das Unternehmen davon profitiert. Business Coaching unterstützt auch die Führungskraft dabei, Job Crafting zu erkennen und den Mitarbeiter in dieser Phase zu begleiten und zu unterstützen.

Folgenden Fragen können unter anderem in einem Coaching geklärt werden:

  • Über welche Stärken und Fähigkeiten verfüge ich und wie kann ich diese in meinen Arbeitsalltag integrieren?
  • Wie schaffe ich es, meine Arbeit so zu gestalten, damit sie für mich und das Unternehmen gewinnbringend(er) ist?
  • Welchen Handlungsspielraum bietet mir der aktuelle Job um meine Bedürfnisse zu leben und meine Ziele zu erreichen?
  • Wie kann ich als Führungskraft die Entwicklung von Mitarbeitern und die Einbringung von Fähigkeiten und Stärken, in das Unternehmen, noch mehr fördern?
  • Welche Änderungen im Team könnten sinnvoll sein, um den bestmöglichen Output und die größtmögliche Motivation für alle zu schaffen?

 

Von |Februar 26th, 2017|Allgemein|0 Kommentare